Eröffnungsrede von Ministerin Diana Golze

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
Sehr geehrte Frau Staatssekretärin,
Sehr geehrte Frau Köhler-Repp,
Sehr geehrte Frau von der Lippe,
Sehr geehrte Kammervertreter,
Sehr geehrte Jury,

„Frauen. Stärken. Wirtschaft.“ Dieses Motto steht über dem Unternehmerinnen- und Gründerinnentag des Landes Brandenburg, welcher in diesem Jahr zum zehnten Mal durchgeführt wird. Es ist zugleich das Thema, unter dem sich nun schon zum siebten Mal Frauen aus Brandenburg für den Preis für die „Unternehmerin des Landes Brandenburg“ bewerben oder vorgeschlagen werden. Und als wollten wir den Aberglauben um dieses siebte Jahr durchbrechen, werden wir nun erstmalig den Preis für die „Existenzgründerin des Landes Brandenburg“ vergeben. Es ist also schon ein denkwürdiger Anlass, zu dem ich Sie heute begrüßen darf. Ich freue mich über die zahlreichen Unternehmerinnen, die aus dem ganzen Land angereist sind. Die nominierten und heute auszuzeichnenden Unternehmerinnen stehen nicht  nur stellvertretend für die 100 Bewerberinnen sondern für alle Unternehmerinnen und Gründerinnen Brandenburgs.

Mit dem Motto des diesjährigen Wettbewerbs und Unternehmerinnen- und Gründerinnentag wollen wir zum Ausdruck bringen, dass die Wirtschaft im Land Brandenburg auf Frauen setzt, auf ihren Ideenreichtum, ihre Kreativität und  auf ihre Innovationsfähigkeit; Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Wirtschaftskraft unseres Landes. Durch dieses Selbstverständnis hat sich der Unternehmerinnen- und Gründerinnentag in den Jahren seines Bestehens als Ort für wirtschaftliche und persönliche Erfolgsgeschichten etabliert.

Seit 2003 hat eine Jury aus unabhängigen Expertinnen und Experten die Qual der Auswahl. Eine Wahl, mit der das Land Brandenburg herausragende unternehmerische Persönlichkeiten würdigt. Die Preisträgerinnen der vergangenen Jahre belegen dies auf beeindruckende Weise. Ich freue mich sehr, dass ich einige von ihnen auch heute hier begrüßen kann: Frau Köhler-Repp (Preisträgerin 2014), Frau Röhncke (2011), Frau Berger (2007), Frau Matthyssen (2005).

Der Arbeitsmarkt ist stabil. Eine historisch hohe Zahl von Menschen ist in Arbeit. Gleichzeitig aber wachsen die Herausforderungen durch den demografischen Wandel. Das spüren wir inzwischen in vielen Bereichen und auch, dass die Frage der Unternehmensnachfolgen brennt. Darum dürfen wir die Förderung des unternehmerischen Nachwuchses nicht vergessen. Existenzgründerinnen- und Gründer sowie Unternehmensnachfolgerinnen -und Nachfolger schaffen und sichern oft nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere Menschen neue und bestehende Arbeitsplätze. Damit werden sie unverzichtbar für die wirt¬schaftliche Entwicklung in den Regionen unseres Landes.

Um auch dem Namen des Unternehmerinnen- und Gründerinnentag gerecht zu werden, haben wir uns entschlossen, zum 10 jährigen Jubiläum einen neuen Preis für die „Existenzgründerin des Landes Brandenburg“ auszuloben. Wir möchten weiterhin ein positives Umfeld und Klima für Existenzgründungen fördern und mit dem Preis ein Signal setzen an Jungunternehmerinnen und solche, die es werden möchten, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen.

„Frauen. Stärken. Wirtschaft.“ – damit sind am heutigen Tag insbesondere Frauen als Unternehmerinnen und Gründerinnen gemeint.

Dabei sind in Brandenburg bereits jetzt mehr Frauen selbstständig als im Bundesschnitt – und bei der Frauenerwerbsquote, wozu auch Unternehmerinnen beitragen, belegt Brandenburg sogar einen Spitzenplatz in ganz Europa. Dennoch wagen noch immer mehr Männer als Frauen den Schritt in die berufliche Selbständigkeit. Angesichts des hervorragenden Bildungsniveaus müsste sich das eigentlich ändern lassen, denn auch das Gründungsklima in Brandenburg ist positiv. Dabei ist eine Beratung wichtig, die sich an den Lebensphasen –und ansprüchen, in denen eine Gründung stattfindet, orientiert. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt besonders für die oft schweren Anfangsjahre eine große Rolle.  Erfolgreich sind wir hier durch die Arbeit der Regionalen Lotsendienste, des Lotsendienstes für Migrantinnen und Migranten oder der Gründungswerkstätten für junge Menschen. Oder auch durch den Gründungsservice an den Hochschulen und die Arbeit der ZAB im Rahmen des Projekts „Innovationen brauchen Mut“.

Mit Veranstaltungen wie dem Unternehmerinnen- und Gründerinnentag wollen wir erfolgreiche Unternehmerinnen und Gründungen sichtbar machen. Denn wir möchten noch mehr Frauen ermutigen, ihre kreativen Potentiale im Rahmen einer Existenzgründung zu verwirklichen. Erfolg hat wie so oft viele Gesichter – und natürlich sind es vor allem Ihre Ideen, die im Mittelpunkt stehen. Und dies besonders heute.

Liebe Unternehmerinnen- und Gründerinnen, Ihre vielen tollen Wettbewerbsbeiträge haben mich begeistert; ich freue mich, heute noch mehr davon zu hören, viele von Ihnen kennenzulernen und mit Ihnen zu feiern! Ich heiße Sie alle recht herzlich willkommen und wünsche uns eine gemeinsame, schöne Veranstaltung.


Es gilt das gesprochene Wort.